Es gibt süchtige Kinder und Erwachsene, die haben alles genommen – aber nie etwas gekriegt. Wenn Aussteiger in die Einrichtungen der Therapiehilfe e. V. kommen, bringen sie wenig mehr mit als einen Koffer voller Hoffnungen – und manchmal die Verantwortung für ihre Kinder. In der Therapie lernen viele von ihnen das erste mal Vertrauen und Toleranz kennen, Geben und Nehmen und eine sinnvolle Lebens- und Freizeitgestaltung.

Was Drogen dauerhaft ersetzt ist nicht Verzicht, sondern die bessere Alternative: Leben. DROGENABHÄNGIGKEIT IST KEIN TEMPORÄRES PROBLEM. Drogenabhängigkeit ist eine Lebenskrise, deren Ausmaß für nicht Betroffene kaum vorstellbar ist. Wer sich für einen Entzug entscheidet, muss nicht nur lernen zu verzichten. Er wird vor allem mit seinem Leben konfrontiert. Wird es ein Leben sein, das nur im Rausch zu ertragen ist? Oder wird ein neues Leben eine echte Alternative zur Droge sein? Die jüngsten Drogenaussteiger sind erst am Anfang ihres Lebens. Sie sind 12 Jahre alt – und schon am Ende. 

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